Liebesschlösser am Teltowkanal
Unzählige Bügelschlösser finden sich als Liebesbeweis an dem Gitter der Knesebeckbrücke, die Zehlendorf und Teltow miteinander verbindet. Es ist die moderne Art der Verkündigung einer Beziehung, die nur selten beachtet wird.
Wenn man die Kesebeckbrücke passiert, sieht man sofort die Schlösser im Gitter zur beiden Seiten der Brücke. Im Laufe der Jahre sind es immer mehr geworden. Diese liebevolle Tradition soll die Unvergänglichkeit der Liebe verkünden. Die Vorhängeschlösser sind in der Regel mit einem Datum und den Namen der Liebenden mittels einer Gravur versehen. Einige versuchen sich selbst in der Kunst des Gravierens, andere nutzen hierfür Dienste, wie sie vor allem im Internet zu finden sind.
Woher diese Idee kommt, ist unbekannt, es wird jedoch angenommen, dass der Trend aus Italien stammt. Ursprünglich hat der Brauch wohl so gar nichts mit der Liebe zu tun, sondern symbolisiert das Ende der Ausbildungszeit des Sanitätspersonals in Florenz. Diese bringen das Schloss an der weltbekannten Ponte Vecchio an. Erst in einem Film von 1992 wird das Schloss als Symbol der ewigen Liebe angebracht.
Der Schlüssel des Liebesbeweises wird dann in das Wasser geworfen, womit man die Liebe dem Schicksal übergibt. Da es sich meist um zwei Schlüssel handelt, die mitgeliefert werden, wirft jeweils eine Person der Partnerschaft einen Schlüssel in den Teltowkanal.
Die Knesebeckbrücke ist die einzige Brücke entlang des Teltowkanals, die von Berlin nach Teltow führt und daher vielleicht besonders für Paare geeignet, die über die beiden Städte hinaus verbunden sind. Aber selbstverständlich ist es für alle offen, auch jene, die sich hier vielleicht verliebt oder in die Gegend vernarrt sind.
Es bleibt zu hoffen, dass die Schlösser auch nach einer Brückensanierung noch vorhanden sein werden.
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