Categories: Ludwigsfelde

Vogelschau auf den Ungeheuerwiesen Blankensee mit Turm

Die Ungeheuerwiesen bei Blankensee bieten Natur und vor allem Vögel, die sich hier je nach Jahreszeit auf den feuchten Wiesen tummeln.

Wer zum Blankensee fährt, sollte auch die Ungeheuerwiesen besuchen. Eine weite Ebene, eingefasst von den bewaldeten Stückener Bergen, den Gramitzbergen sowie dem Grössinsee. Die Ungeheuerwiesen werden zwar vom Königsgraben entwässert, aber es kommt dennoch immer wieder zur Überflutungen der Feuchtwiesen. Und dann kann man noch mehr Vogelarten erspähen.

Der Name leitet sich aber nicht von Monstern ab, sondern von dem feuchten, sumpfigen Untergrund. Dieser war den Menschen ‚nicht geheuer‘, also ungeheuer. Ein Durchkommen war schwer, weshalb man sie mied. Aber vielleicht vermutete der Eine oder die Andere schon damals Geister oder Dämonen im Morast.

Heute stören vor allem die im Lande- oder Startflug befindlichen Flugzeuge das Naturvergnügen.

Aussichtsturm Ungeheuerwiesen

Der Beobachtungsturm hat zwei Etagen, wobei die zweite relativ dunkel gehalten ist. Hier gibt es nur einen Spalt zum Durchschauen, dafür kann man ein Brett für das Objektiv herunterklappen. Der Blick geht nach Westen und Südwesten. Die Innenwände sind mit tierischen Hinweisen geschmückt.

Alljährlich sammeln sich die Zugvögel hier, um zu rasten. Das Schauspiel dient vielen Freunden der Natur und der -fotografie als Motiv. Im Frühjahr und Herbst ist es ein Lager der Wildgänse. Sie sind aber nicht die einzigen fliegenden Besucher. Der nahegelegene Blankensee ist den Wildtieren ebenfalls ein beliebtes Ziel.

Ich sah und hörte dort Kraniche und Kiebitze. Im gesamten Gebiet, auch im nördlich gelegenen Nuthetal, kann man übrigens Milane sehen. Sie kommen immer näher an Berlin ran. In unsere Ecke sieht man bereits Mäusebussarde und Falken.

Weitere Vogelarten sind selbstverständlich Reiher, Kormorane und die üblichen Luftbewohner.

Sitzbank nach Norden | Ungeheuerwiesen Blankensee

Auf der nach Norden ausgerichteten Ecke des kleinen Wäldchens rund ums sogenannte „Seechen“ von Blankensee ist eine Sitzbank. Hier kann man im Sommer mehr Vögel sehen als im Turm. Der Blick geht hier zum Grössinsee, der auch einem Adler gute Beute verspricht. Und ich habe ihn da gesehen.

Außerdem sammelte sich eine größere Anzahl von Mäusebussarden in dieser Richtung. Es lohnt sich also, sich auch hier umzuschauen. Die Sitzbank selbst ist nicht direkt sonnengeschützt. Es steht dort zwar ein Baum, jedoch von noch geringer Höhe.

Wo sind die Ungeheuerwiesen?

Im Schloss Blankensee kann man übrigens nicht essen, das ist eine Eventlocation. Blankensee verfügt leider über keinen Bahnhof. Es gibt nur einen Bus von Trebbin. Von dort aus sind es noch etwa 25 bis 30 Minuten zu Fuß.

  • Zum Seechen
  • 14959 Blankensee
  • GPS: 52.2453888490355, 13.115914035078346 (Turm), 52.245464067277744, 13.11937257189165 (Sitzbank)
meister

Recent Posts

Der Kobold von Blankensee

Die Legende vom listigen Kobold, den man besser nicht im Wald stehen lässt. Oder: Wie…

3 Tagen ago

Die Felddämonen von Brandenburg

Vom Sichelmann über beispielsweise die Roggenmuhme oder die Pšezpolnicer bis zum Serp – die Legenden…

2 Wochen ago

Ehemalige Rieselfelder bei der Städtlersiedlung

Ein schönes Ausflugsziel befindet sich hinter der Städtlersiedlung von Teltow. Das Stückchen Grün hinter der…

4 Wochen ago

Fahlhorsts Geschichte und seine Kirche

Die Geschichte von Fahlhorst, des Namens und der vier Kirchen. Der kleine Ort Fahlhorst liegt…

1 Monat ago

Bäkearm am Teltowkanal

Auf der Gemarkung Wannsee im Düppel liegt noch ein alter Bäkearm, neben dem Teltowkanal –…

2 Monaten ago

Gröbener See bei Ludwigsfelde

Der Gröbener See bei Ludwigsfelde in Brandenburg ist ein Naturschutzsee – ohne eine Bademöglichkeit. Wenn…

2 Monaten ago