Wenn man durch den Düppelwald fährt, entdeckt man einen Lost-Place mit der Aufschrift „Camporee“. Das Areal befindet sich zwischen der Potsdamer Chaussee und dem Königsweg – in der Nähe der Freifläche bei der Försterei Dreilinden. Es handelt sich nur um einen eingezäunten Bereich mit wenigen Gebäuden, die aber nicht näher einsichtig sind, und einer Wiese. Offenbar wird das Gelände noch unterhalten.
Das Areal war vermutlich eingebettet in das Camp Rose oder auch Rose Range genannt – einen ehemaligen Schieß- und Truppenübungsplatz der U.S. Army Berlin Brigade.
Camporee ist das englische Wort für Pfadfinderlager und auch das war dieser Ort mutmaßlich auch. Ob der Name für den Ort schon vor dem großen Pfadfindertreffen 1976 für das Gelände zutraf, ist mir unbekannt. Der Name steht aber noch heute in großen Lettern an der Wand.
Ebenso unklar ist, ab wann das Gelände von der US-Army genutzt wurde. Es war aber nicht nur ein Pfadfinderlager, sondern diente den GIs als Erholungsort. Die US-Army war zwar im gesamten US-Sektor anzutreffen, doch sie lebten ihr Leben abgesondert von der Bevölkerung.
So war Camporee auch ein Ort für Grillen und naturnahe Erholung für die US-Truppen und ihre Familien. Es gab Barbecues und Veranstaltungen auf dem Areal.
Im Oktober 1976 reisten 500 Pfadfinder an, um im Düppel zu lagern. Dabei handelte es sich um Pfadfinder aus dem North Star District, die zu den Familien der in Deutschland stationierten Streitkräfte gehörten.
Nach einer Besichtigung von West-Berlin waren sie für ein Wochenende im Düppel. Ob sie genau auf diesem Areal oder woanders innerhalb des sogenannten Rose Range ihre Zelte aufbauten, ist ungeklärt. Sie hatten aber ein enges Programm aus Lehrveranstaltungen und schrieben einen Aufsatz, wie man dieser Zeitung „The Observer“ entnehmen kann.
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