Gröbener See Brandenburg
Wenn man südlich von Berlin auf einige Seen trifft, so heißt das nicht zwangsläufig, dass man dort ans Wasser kommt. Derart gestaltet sich auch der Gröbener See – zwischen dem Ort Gröben und Jütchendorf. Übrigens ist dieser See nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen See in Sachsen-Anhalt.
Der See ist ein Relikt der Eiszeit und entstand aus dem Schmelzwasser des Gletschers. Das geschmolzene Wasser formte das Gelände und hinterließ auch eine Rinne, die über den Grössinsee und Blankensee nach Südwesten verläuft. Der See ist Teil eines komplexen Systems von Feuchtgebieten, das sich durch den Naturpark Nuthe-Nieplitz zieht.
Der Gröbener See umfasst 24 Hektar, aber ist mit rund anderthalb Metern relativ seicht. Sein Wasser ist sehr nährstoffreich, was mit einer hohen Algendichte, Sauerstoffmangel und geringeren Fischbeständen einhergeht. Das Wasser ist trüb und im Fachjargon heißt das „eutroph“.
Der See ist daher nicht unbedingt ein geeigneter Badesee. Außerdem ist der Uferstreifen des Gewässers mit einem Schilfgürtel bewachsen, der nur von gelegentlichen Stegen durchbrochen wird, die sich auf Privatgelände befinden.
Der See ist Teil des Naturschutzgebiets Nuthe-Nieplitz und gilt als geschützter Natursee. Das Angeln ist aber dennoch möglich, wobei beispielsweise Barsche, Hechte, Wels und Zander zusammenkommen. Wildgänse und Kraniche lassen sich hier für ein Päuschen nieder. Außerdem gibt es Adler zu beobachten.
Übrigens: Schon die Menschen zur ausgehenden Steinzeit siedelten an den Ufern des Sees. Im gesamten Nuthetal finden sich Zeugnisse erster Siedlungen nach dem Abklingen des Gletschereises. Sehr viel später wanderten von Osten die slawischen Stämme ein und bauten in der Gegend eine Ringwallanlage.
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