Endlich treiben sie aus und blühen in Zartrosa oder herrlichem Weiß – die Blüten der Kirschbäume lassen unsere Augen strahlen. Dieses Naturspektakel lockt gefühlt immer mehr Menschen an. Schon jetzt ist die Allee entlang des ehemaligen Mauerstreifens gut gefüllt. Gleich vorab einen Tipp: Wer früh morgens kommt, erlebt die Blütenpracht mit nur wenigen Personen. Ab dem späten Vormittag hingegen herrscht schon ein reges Treiben. Das hat auch seinen Charme, denn die Menschen scheinen redseliger, wenn sie über die Schönheit der Blüten staunen. Und Tipp Nummer zwei: Es gibt auch im Lilienthalpark eine Reihe von Kirschbäumen, und auch sie fangen die Blicke ein.
In Japan hat die Kirschblüte eine besondere Bedeutung, die sich in der Kultur widerspiegelt. Sakura ist dort mehr als nur ein Naturspektakel, es steht für Vergänglichkeit und Neuanfang. Die Bäume entlang der Baumblütenallee, wie der Mauerweg zwischenzeitlich heißt, sind eine Spende aus Japan. Konkret vom TV-Sender Asahi, der eine Spendensammlung anlässlich der Wiedervereinigung organisierte. Wie gesagt, ist die Sakura ein Symbol für Neuanfang. Entlang der Allee finden sich Tafeln, die über den Mauerabschnitt und die Pflanzaktion informieren.
Die Kirschblüte geht übrigens weiter, als viele denken. Denn jenseits des Zauns, den man auf einem Teerweg auf der linken Seite der Allee umgehen kann, befinden sich noch mehr Kirschbäume. Der Weg erstreckt sich bis zum Japaneck in Teltow-Sigridshorst, wo man ein freies Feld sieht.
Übrigens zur Lichterfelder Seite hin – hinter dem Stacheldrahtzaun – befindet sich das ehemalige Trainingslager der US-Armee: „Parks Range“. Dort übte man den Häuserkampf. Das Gelände ist längst von der Armee geräumt, und die Häuser existieren nicht mehr. Nur noch wenige Straßen ziehen sich durch das Gelände, das teils als Pferdekuppel genutzt wird. Demnächst soll dort ein neues Wohnquartier entstehen.
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