Ehemaliger Flak Bunker bei Genshagen
Im Wald bei Genshagen in der Nähe von Ludwigsfelde stehen noch Bunkerreste aus dem Zweiten Weltkrieg. Hierbei handelte es sich wohl um eine Flakstellung.
Das Waldstück zwischen Großbeeren und Ludwigsfelde ist bei Erholungssuchenden und Freizeitsportler*innen gleichermaßen beliebt. Ob Pilze sammeln, reiten oder spazieren gehen – das Wäldchen ist ein schönes Stück Natur. Doch ganz unberührt ist das Gelände nicht.
Das liegt auch am ehemaligen Motorenwerk Genshagen, das eigentlich im Industriegebiet von Ludwigsfelde liegt. Diese Anlage war eines der Top-Ziele alliierter Bombenverbände.
Kurz: Das Flugmotorenwerk Genshagen
In der Genshagener Heide, die damals noch größere Ausmaße hatte, baute Mercedes-Benz ein Motorenwerk, genauer: ein Flugmotorenwerk. Die Kriegsmaschinerie der Wehrmacht setzte auf Flugzeuge und die Motoren dafür wurden nicht zuletzt hier gebaut. Während des Krieges wurden für die Produktion auch Kriegsgefangene und KZ-Insassen eingesetzt.
Um die Produktion zu schützen, wurden rund um die Werkshallen Flak-Geschütze aufgestellt. Dabei handelt es sich um eine Flugabwehrkanone. Diese Flak-Geschütze standen überall in Berlin und Umgebung.
Flak-Stellungen im Zweiten Weltkrieg
Flak-Stellungen waren in der Regel nicht nur einzelne Kanonen, sondern Kanonenverbände samt Munitionslager. Des Weiteren gab es einen Bunker oder eine überdachte Unterkunft für die Mannschaften. Die Größe der Anlagen variierte.
Das 8,8 cm dicke Flak-Geschütz war in der Regel von etwa 10 Mann besetzt, die in der Regel auch recht jung waren. Außerdem gab es Techniker, Munitionsgehilfen, Funker und Wachpersonal.
Bunker bei Genshagen
In Ludwigsfelde und Umgebung gab es viele Bunkeranlagen. Ein besonders mysteriöser Bunker ist aktuell nicht zugänglich und wird hier heute auch nicht besprochen. Ich fand einen kleinen Bunker im heutigen Wald bei Genshagen.
Dabei handelte es sich um einen Flak-Bunker, der aber nicht mehr vollständig ist. Nur der untere Teil ist noch vorhanden. Der obere Teil, wo auch das Geschütz stand, ist nur noch im Ansatz erkennbar.
Der untere Teil ist ein ehemaliger Mannschaftsraum. Das erkennt man vor allem an der Nische für die Lüftung und einer eingelassenen Bank an der Seite. Wenige Steine zeugen noch von dem Aufbau darüber.
Das Relikt wurde heute offenbar von der örtlichen Jugend im Besitz genommen. Allerdings würde ich vom Betreten abraten – nicht nur wegen der maroden Bausubstanz, sondern auch wegen der Schimmelpilzbildung.
Da die Unterkünfte vermutlich nicht so weit weg waren, könnte es sich hierbei um eine kleinere Flak-Stellung handeln.
Wo befindet sich der Flak-Bunker?
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