In den letzten Jahren hat sich die gallische Feldwespe in unseren Breiten angesiedelt. Diese Wespenart ist freundlicher als ihre Verwandten.

In diesem Jahr suchen viele Wespen nach einem neuen Zuhause. Sie durchfliegen die Ecken und Hohlräume im Garten und auf dem Balkon und zuweilen holen Sie sich Holz für den Bau ihrer Nester. Solange sie nicht an die Essensvorräte wollen oder uns anfliegen, ist das den meisten Menschen einerlei. Doch spätestens im Hochsommer werden die schwarz-gelben Insekten doch aufdringlicher.

Allerdings sollte man keinesfalls zur Klatsche greifen. Die Wespen, also alle Wespen stehen unter Naturschutz. Daher sollte man die Wespen nicht töten, denn das ist mit einer Strafe verbunden. In Berlin kostet der Verstoß von 5.000 Euro bis zu 50.000 Euro und in Brandenburg von 13.000 Euro bis 65.000 Euro. Auch der Einsatz der Fallen ist verboten, wenngleich der Vertrieb erlaubt ist.

Neu in der Region sind die Gallischen Feldwespen alias Haus Feldwespen, die sich von der Deutschen oder Gemeinen Wespe unterscheiden. Sie sind viel leiser im Flug, weniger aufdringlich und vor allem erkennt man sie an den herabhängenden Hinterbeinen. Diese Wespen stechen eigentlich so gut wie nie und selbst dann ist ihr Gift weniger stark als das der einheimischen Wespen.

Auch sie suchen nach Holz und einen Unterschlupf, aber ein Vertreiben der Tiere ist nicht nötig. Im Frühsommer sind die kleinen Insekten unterwegs und schaben an altem Holz für ihre Nester. Die Holzfasern werden mit Speichel vermengt und zu einem Nest geformt. Es sind ganz freundliche Nachbarn, die lediglich die Pflanzen bestäuben helfen und sie fressen andere Insekten wie Fliegen oder Raupen.

Alles in allem also nützlicher als ihre einheimischen Artgenossen und kein Grund vor ihnen zu fliehen oder sie gar zu töten. Ich habe gehört, dass sie andere Wespen fernhalten, doch das kann ich nicht bestätigen.

 

 

 

 

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