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Naherholung Rehwiese Nikolassee

Zwischen dem Nikolassee und dem Schlachtensee vollzieht sich eine grüne Niederung: die Rehwiese. Sie stellt ein schönes Ausflugsziel dar und ist ideal für eine kleine Wanderung oder einen ausgedehnten Spaziergang.

Schon seit 1935 steht die Rehwiese unter Schutz und ist Teil der eiszeitlichen Schmelzwasserrinne zwischen dem Schlachtensee und dem Nikolassee. Die Schmelzwasserrinne zieht sich übrigens über die Krumme Lanke bis zum Grunewaldsee und dem Hundekehlefenn.

Wissenwertes über die Rehwiese

Die Fläche des seit 1960 ausgewiesenen Landschaftsschutzgebiets Rehwiese nimmt 25,5 Hektar Fläche ein und schlängelt sich rund anderthalb Kilometer durch die Häuser des Gebiets von Nikolassee im Bezirk Steglitz Zehlendorf. Zur Zeit der Erschließung des Areals war das Naherholungsgebiet Sumpfland, das für die Bebauung entwässert wurde. Heute sind nur noch Teile des Untergrunds durchnässt, vor allem zum Nikolassee hin. Dieses Stückchen Erde ist auch Lieferant für die Wasserversorgung. Zwölf Brunnen schöpfen drei Millionen Kubikmeter Wasser pro Jahr für uns. In den 80er Jahren bis 1992 war es die dreifache Menge. Heute will man die Entwässerung stoppen und dieses Gelände bewahren.

Woher kommt der Name Rehwiese?

Dieser Teil Berlins gehörte früher auch zum Gut Düppel. Doch wie kam es zum Namen Rehwiese? Der Name der entwässerten Niederung rührt von seinen einstigen Bewohnern her. Als 1901 die Villen in diesen Teil eindrangen, tummelten sich die Rehe auf der Wiese. Der Name ist daher auch erst seit damals Rehwiese, denn 1901 wurde dieser Teil Berlins auch zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Davor war die Rehwiese auch als Kuhfenn oder Franzosenwiese bekannt. Kuhfenn hatte denn wohl auch mit den Rindern zu tun, die man hier auf die Weide führte.

Natur-Naherholung

Der grüne Gürtel der Rehwiese ist mit dem S-Bahnhof Nikolassee auch verkehrstechnisch gut erreichbar. Sie verläuft parallel zur Autobahn. Wenn man sich ihr nähert, geht es spürbar hinab. Ein Weg umkreist das Grün, wo man immer wieder Bänke für eine kleine Pause vorfindet. Zu den Anhöhen rings herum sieht man viele Villen, die aus der Gründerzeit stammen. Hinter den Bäumen lugt auch das Spitzdach der Kirche Nikolassee hervor.

Das Grün ist teils abgezäunt, vor allem wo die Brunnen stehen. Wo die Rehwiese auf die Spanische Allee trifft, ragt eine alte Eiche mit 33 Metern empor. Der rund 300 Jahre alte Baum ist einer der ältesten von Berlin.

Wo befindet sich die Rehwiese?

  • Zwischen Spanischer Allee und Potsdamer Chausee
  • 14129 Berlin
  • GPS: 52.42718362073754, 13.201633481212431
meister

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