Teltower See Teltowkanal
In Teltow gibt es einen Stadtteil, der Seehof heißt und ein Teil des Mauerwegs erstreckt sich auf der Seepromenade von Teltow. Dort war einst auch der Teltower See.
Heute gibt es den Teltower See nicht mehr. Er zog sich vom heutigen Diakonissenhaus bis zur Stadtgrenze nach Lichterfelde, das damals noch als Giesendorf bekannt war. Er maß etwa 1,5 Kilometer in der Länge und etwa 200 Meter in der Breite. Der Stichkanal mit seiner Brücke war einst Teil dieses Gewässers, das zugunsten des Teltowkanals aufgegeben wurde.
Um diesen Teltowkanal zu schaffen, folgte man dem Verlauf der Bäke, die auch Wasser aus dem Teltower See führte. Der See wurde ab dem Jahr 1900 für den Kanal vorbereitet. Da der See nicht allzutief war, musste er ausgebaggert werden. Der Aushub formte die Halbinsel, die nun von Kleingärten und der Industrie bewohnt werden.
Auf alten Karten kann man erkennen, dass es am Ostufer des Teltower Sees eine Badeanstalt gab. Im Norden auf Zehlendorfer Seite lagen Rieselfelder und im Süden eben Seehof. Die Seepromenade war als Allee mit vielen Bäumen angelegt. Der Name Seehof rührt einerseits vom See und andererseits vom Gutshof her, welcher am Jacobsonsteige in der Nähe der heutigen Lichterfelder Allee seinen Sitz hatte. Das Gut Seehof wurde 1856 auf Antrag des Kaufmanns Dr. H. Jacobsen so benannt.
Mit dem Bau der Mauer entlang des Kanals verlor der Abschnitt des heutigen Mauerwegs seine Bedeutung als Seepromenade, aber inzwischen kann man dort wieder flanieren. Entlang des Wegs beobachtete zu DDR-Zeiten auch ein Wachturm des Grenzregimes den Teltowkanal, was einigen Fluchtwilligen zum Verhängnis wurde. Überreste der Grenzanlage mit seinem Turm kann man im Dickicht am Kanal noch ausmachen.
Eine von Anwohnenden eingerichtete Infotafel informiert auf der Teltower Seite über das einstige Gewässer und den Mauerbau mit interessanten Fotos und alten Landkarten.
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