Pohlesee
Der Pohlesee, der zum Bezirk Wannsee gehört, ist eine Verbindung zwischen dem Großen Wannsee und dem Griebnitzsee.
Wie die meisten Gewässer in der Region, war der Pohlesee eine Schmelzwasserrinne des eiszeitlichen Gletschers. Der Kanal zum Stölpchensee entstand erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts aus einer engen Verbindung zwischen den Abschnitten. Die Seen waren zusammen mit dem Kleinen Wannsee ein verbundenes Wassersystem.
Sie wurden namentlich als „Stolper Loch“ zusammengefasst, benannt nach der Keimzelle Wannsees: dem ursprünglichen Dorf Stolpe – das heute zusammen mit der Kolonie Alsen Wannsee darstellt. Die Bezeichnung Loch war damals durchaus geläufig für Mulden oder Senken.
Doch 1896 klangen sowohl „Stolpe“ als auch „Loch“ schon nicht mehr so verkaufsfördernd, weshalb der Bankier Wilhelm Conrad, der die Alsenkolonie gründete, das Stolper Loch aufgliederte in Kleiner Wann-, Stölpchen- und Pohlesee.
Bleibt die Frage, wieso aber „Pohle“? Der Name kommt vom damaligen Pächter des Gewässers, der dort auch die Fischerei-Rechte hatte.
Der Pohlesee ist unweit des Wannsees, direkt neben dem Kleinen Wannsee mit seinen Yachten und Villen. Auch am Pohlesee finden sich zahlreiche Segelboote und Yachten verschiedener Größen. Die Nordseite des Sees ist nicht öffentlich zugänglich, dort sammeln sich die Boote vor privaten Uferabschnitten.
Hier auf der Südseite hat man viele schattige Plätze, wo man aufs Wasser sehen kann. Die Vielzahl von Booten sticht ebenfalls ins Auge. Ein Uferweg, der Sieben-Raben-Weg, verbindet schöne Plätze zum Verweilen. Wieso man den Weg so nannte, ist mir unbekannt. Vielleicht, weil die Schwester im Märchen zum „Glasberg“ kommt? Der „Glasberg“ ist ein durchsichtiger aber unüberwindlicher Berg, der sich am Ende der Welt befindet.
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