Nach Paul Mebes ist ein Park in Zehlendorf benannt. Stellt sich die Frage: Wer war der Mann? Übrigens hatte der Platz zuvor einen anderen Namen.

Noch 1927 war es ein Waldstückchen, das nur zu einer Seite bebaut war. Es lag neben einer Pumpstation. Davor – zur Potsdamer Straße hin, lag ein kleiner Park. Es gab Wege im Viereck um einen Punkt. Ab spätestens 1953 wurde der Park umbenannt. Inzwischen ist dort ein Spielplatz angelegt.

Paul-Mebes-Park in Zehlendorf

Eingefasst von der Potsdamer Straße, der Königsstraße, dem kleinen Fischer-Dieskau-Weg und dem angrenzenden Industriegebiet, liegt der Paul-Mebes-Park und zieht die Blicke auf sich. Die Grünfläche umfasst einen ganzen, einen länglichen Block.

Erst 1977 wurde er zum Paul-Mebes-Park. Davor war es seit etwa 1953 der Fronrobert-Park mit den gleichen Ausmaßen, nur mit anderer bzw. keiner Nachbarschaft.

Der Namensgeber, Paul Mebes, war Tischler und Architekt. Er war im Kaiserreich in der Bauverwaltung tätig. Ab 1906 war er Mitglied des Beamten-Wohnungs-Vereins, was eine soziale Ader offenbart. Zusammen mit seinem Schwager, Paul Emmerich, machte er sich selbstständig. Er betreute oft auch große Bauprojekte, in welchen er leitend in der Organisation mitwirkte.

Im Jahr 1920 erhielt er die Ehrendoktorwürde für Architektur und wurde 1931 Mitglied der Preußischen Akademie der Künste.

Mit der Wahl der Rechtsradikalen in den Reichstag musste auch Paul Mebes mit Diskriminierungen leben, da er in Verbindung zu liberalen Personen und in der Weimarer Republik stand. Dennoch blieben Mebe und Emmerich im Geschäft und bauten beispielsweise in Hohenschönhausen oder Haselhorst.

Paul Mebes starb 1938 und wurde auf dem Friedhof Zehlendorf beerdigt.

Wo liegt der Paul-Mebes-Park?

  • Potsdamer Str. 18
  • 14163 Berlin-Zehlendorf
  • GPS: 52.43389265116678, 13.245726188204237

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