Buschgrabensee Kleinmachnow Schilf
Von oben sieht der Buschgrabensee aus wie eine große, abgebrochene Stimmgabel. Er zieht sich von der Machnower Straße bis fast zur Neuruppiner Straße. An der tiefsten Stelle ist das kleine Gewässer etwa zwei Meter tief. Es ist die Heimat zahlreicher Pflanzen und Tiere. So kann man hier zur richtigen Tageszeit auch ein Froschkonzert erleben. Zudem leben zahlreiche Wasservögel wie der Kormoran oder das Blesshuhn an dem See. Auch ein Reiher kommt vorbeigeflogen, um zu jagen.
Der See ist bis zu zwei Meter tief und etwa 300 Meter lang, aber er wird flacher. Blätter und abgestorbene Pflanzenreste sammeln sich auf dem Grund des Gewässers. Aber auch der Straßenverkehr trägt seinen Teil zur Verflachung bei, denn das Wasser der Straße fließt hier hinein. In der Vergangenheit begegnete man der zunehmenden Verflachung des Wassers mit dem Entfernen Seebodens. Da die Straße zu Berlin gehört, zahlt Berlin auch die Kosten für die Entschlackung des Seebodens. Zudem nagt der Klimawandel nicht nur am Buschgrabensee. Der Buschgraben zieht sich durch das Gewässer. Er ist ein Relikt der Weichseleiszeit, ein Überbleibsel des Gletschers, der sich vor 18.000 Jahren wegschmolz.
Der Buschgrabensee kann umwandert werden, wobei der Trampelpfad auch von Brennesseln zugewuchert ist. Es empfiehlt sich einen Stock mitzunehmen, um sich etwas Abstand von dem unangenehmen Kraut zu verschaffen. Der See ist von Bäumen umgeben, die im Nordosten ein kleines Waldgebiet bilden. Das bewaldete Areal ist aber auch recht matschig, vor allem wenn es geregnet hat. Im hinteren Bereich des kleinen Wäldchens ist noch ein kleiner Tümpel, der von einem ‚Dschungel‘ umgeben ist. Offenbar ist das auch gern genutztes Partyareal.
Man kann an dem Buschgrabensee auch prima sitzen. Es gibt einige Gelegenheiten und gelegentlich auch eine Bank. Im Hintergrund der Nordwestseite liegt ein Reiterhof, dessen Geruch man auch wahrnehmen kann. Daher finden sich zuweilen auch Pferdeäpfel und auch Pferde auf dem Abschnitt zwischen Straße und Reiterhof am See.
Im Frühjahr wächst hier auch sehr viel des Berliner Bärlauchs. Allerdings sind hier auch viele Hunde unterwegs, sodass man vom Sammeln der Kräuter absehen sollte.
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