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Baden im Berliner Umland: Nudower Kieskuten

Nur ein paar Katzensprünge hinter Güterfelde liegen die Nudower Kieskuten oder auch Nudower Teiche, die zum Baden, Angeln und Verweilen einladen.

Die Teiche liegen zwischen den Landstraßen L79 und L77. Nicht alle der fünf kleinen Seen sind zum Baden geeignet. Dafür kann man an allen eine aufregende Natur beobachten und Angel-Stellen gibt es ebenfalls reichlich.

Nudower Kieskuten: Tiere entdecken, Angeln und Baden gehen.

Auf der Suche nach einer Badegelegenheit kam ich an dieses Träumchen, das vor allem beim jüngeren Publikum viel Anklang findet. Es handelt sich um fünf Gewässer – mal größer, mal kleiner. An verschiedenen Stellen kann man in den größten der Teiche ins Wasser gehen. Die komfortabelsten Stellen befinden sich auf der westlichen Seite, wozu man außen herum muss. An weniger geeigneten Stellen kann man sich auch mal ein paar Blutegel zuziehen, wenngleich das therapeutische Wirkung haben kann. Nicht nur wegen der Blutegel ist es wohl abzuraten, sich die anderen Teiche zum Baden auszusuchen.

Neben dem Gewässer, das mit ordentlich Tierkram bestückt ist, findet man hier nicht selten auch Reiher, Enten und etliche Froscharten. Es gibt Libellen und natürlich eine große Schar an Stechmücken in Gewässernähe. Das ganze Gewässer kann man begutachten, die Trampelpfade führen in alle Ecken.

Eine Infrastruktur gibt es nicht, auch nicht in der Umgebung. Der nördliche Teil des Sees war Drehort der Serie Dark. Im Übrigen auch Dreilinden, der Südwestfriedhof Stahnsdorf oder die Gleise und Brücke der früheren Stammbahn in Düppel unweit des Königswegs.

Natürlich finden sich auch die Freundinnen und Freunde des Angelns an diesen Seen. Die Angelkarten vergibt der Kreisanglerverband Potsdam Land (Gewässernummer P 12-106). In dem Nass schwimmen Aale, Brassen, Hechte, Karuschen und Schleien.

Der einzige Nachteil an diesem kleinen Idyll ist der Verkehrslärm. Zwei Landstraßen kreuzen sich nördlich der Kieskuten. Und selbst diese Geräuschkulisse übertrifft noch der Lärm der Flugzeuge.

Nudower Teiche oder Nudower Kieskuten?

Der Grund, warum die Nudower Teiche auch die Nudower Kieskuten genannt werden, liegt am Dialekt. Das Wort Kute bezeichnet eine Mulde. Diese Mulde entstand durch den Abbau von Kies, was den ersten Wortteil erläutert. Kieskute heißt also Kiesgrube.

Wie kommt man zu den Nudower Kieskuten?

Von Zehlendorf aus, kann man auch heute noch eine Strecke ausmachen, die bis nach Saarmund führt, wo früher ein wichtiger Nuthe-Übergang lag. Diese Strecke hat heute viele Namen: Machnower Damm, Zehlendorfer Damm, Güterfelder Damm, Seestraße und L77. Etwas abseits von der letzten Etappe liegt der kleine Ort Nudow, dessen frühere Kiesgruben an dieser Strecke liegen.

  • Nudower Kieskuten
  • 14558 Nuthetal
  • GPS: 52.337174268415815, 13.155462517020487
meister

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